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Das unvollendete Porträt von Amalie Zuckerkandl veranschaulicht Gustav Klimts Arbeitsprozess mit dem Gesicht als Ausgangspunkt. Körper und Kleidung sind nur durch skizzenhafte Striche angedeutet. Der Künstler erhält den Auftrag für das Bildnis bereits 1913/14, muss die Ausführung jedoch bald unterbrechen, weil die Zuckerkandls nach Lemberg übersiedeln. Nach ihrer Rückkehr nach Wien nimmt Klimt 1917 die Arbeit am Bildnis wieder auf, aufgrund seines überraschenden Todes kommt es aber nicht mehr zu dessen Fertigstellung. Zwanzig Jahre später wird Amalie als Jüdin von den Nationalsozialisten inhaftiert, 1942 wird sie im Vernichtungslager Bełžec in Polen ermordet.
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