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Dame in Weiß ist eines jener unvollendeten Gemälde, die nach Gustav Klimts Tod in seinem Atelier verblieben waren und beispielhaft für die Arbeitsweise im Spätwerk des Malers sind: Klimt positioniert sein unbekanntes Modell so auf der quadratischen Leinwand, dass es die Bildfläche in der Diagonale teilt. Dabei ergibt sich eine Komposition in drei Teilen mit der Dargestellten im Zentrum, einem hellen Hintergrund in der linken Bildhälfte und einer dunklen Fläche auf der gegenüberliegenden Seite. Während die sichtbaren Pinselstriche typisch für Klimts späte Bilder sind, ist die betonte Flächigkeit charakteristisch für die Kunst des Wiener Jugendstils.
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