Der verlorene Sohn
Bamberg State Library

Der verlorene Sohn

Unknown artist

CC0 — Public Domain
Bamberg State Library

Der Künstler kopierte Dürers bereits um 1496 gestochenen Kupferstich "Der verlorene Sohn" von der Gegenseite. Dabei orientiert er sich deutlich am Original und zeigt den Protagonisten am Wendepunkt der Geschichte. Anders als im biblischen Text spielt die Szene auf einem Bauernhof. Umfangen von heruntergekommenen Gebäuden findet sich eine trostlose Hoffläche mit bäuerlichen Gerätschaften, die von allerlei Getier belebt wird. Im Vordergrund, zwischen den zu hütenden Schweinen am Futtertrog, kniet der verlorene Sohn vor einem Misthaufen. Während seine Hände flehend verschränkt sind und sein Blick reumütig in die Ferne schweift, hat er das linke Bein bereits zum Aufstehen angewinkelt. Wie bei Dürer ist der verlorene Sohn im Moment des Aufbruchs dargestellt, also kurz vor der Rückkehr in das Haus seines Vaters. Während das Monogramm an Dürer als den geistigen Schöpfer der Bildidee erinnert, ist das Zeichen des eigentlichen Künstlers, "IO. AN. BX" (vgl. TIB X Kommentar.1001.028 C5), nicht in jeden Abzug integriert.

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