
Unknown artist
In einer Baderstube voller Flaschen, Näpfen und Krügen behandeln der 'Arzt' und seine Helferin einen Fußkranken; über dem Haupt des Baders eine gezeichnete Eule als Wandschmuck. Rechts fällt der Blick in einen Nebenraum, darin eine alte Frau mit Uringlas sowie ein bärtiger Mann, der ihr eine Arznei anzubieten scheint. - Komposition und Motivik gehen bei Veränderungen im Einzelnen auf David Teniers' Badestube in der Gemäldegalerie Kassel zurück (Kat. 1958, S. 148, Nr. 147). Die Ausführung ist jedoch weder Teniers noch einem seiner namentlich bekannten Nachfolger zuzuschreiben, zu denen auch der von Waldmann erwogene Bruder Abraham gehörte. Die Eule als gezeichnetes oder gestochenes Bild im Bilde begegnet in der Genremalerei häufiger. Sie symbolisiert stets die Torheit oder Sündhaftigkeit der Dargestellten (vgl. P. Vandenbroeck, Bubo Significans, in: Jaarboek Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, Antwerpen 1985, S. 84ff.).
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