Maler in steinigen Sanddünen
Art Collection of the University Göttingen

Maler in steinigen Sanddünen

Unknown artist

CC0 — Public Domain
Art Collection of the University Göttingen

Unter den drei Göttinger Ölstudien des Altonaer Landschaftsmalers Louis Gurlitt sticht die Darstellung Maler in steinigen Sanddünen besonders hervor. In detailreicher Malweise gibt Gurlitt eine von Felsen übersäte Küste in einem schmalen Querformat wieder. Von links verläuft eine steile Düne abwärts und breitet sich als flacher Strand dem Meer entgegen aus. Vor dem hellen, blauen Himmel zeichnet sich die Silhouette dieser Formation kontrastreich ab, so dass die fallende Diagonale besonders akzentuiert wird. Diese trennt nicht nur den von feingliedrigen Details durchsetzten Strand vom zurückgenommenen Himmel, sondern betont zudem die - Tiefenwirkung der Studie. So lenkt sie den Blick von links, dem höchsten Punkt der Düne, hinab nach rechts, wo der Strand in das Meer übergeht. Der Bildausschnitt konzentriert sich vor allem auf die Strandpartie, daher wird nur ein kleiner - Ausblick auf das Meer gewährt.1 Unter den vielen kleineren Steinen, die auf der Küste verstreut liegen, dominiert ein riesiger Felsen, welcher, von der senkrechten - Bildmittelachse nach links gerückt, am Fuße des sandigen Hanges nahe des Vordergrundes liegt. Seine wahre Größe offenbart sich dem Betrachter erst, wenn er ihn mit der kleinen Person rechts daneben vergleicht, welche dem Bildtitel zufolge - einen Maler zeigt. Durch ihn werden die Größenverhältnisse des gesamten Bildes definiert: Der Hang wirkt im Vergleich viel höher als zuerst angenommen, und das Haus, das hinter ihm hervorschaut, viel weiter entfernt. Entdeckt man die zwei - winzigen, im Hintergrund spazierenden Menschen im äußersten rechten Bildviertel, so tritt im Vergleich zum Maler auch die tiefenräumliche Erstreckung deutlicher zutage.

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