
Rickenbacher-Hufschmid, Max
Fasnachtshelge, bemaltes schwarzes Papier mit Mundartversen ergänzt. Sujet: Csárdás-Tanzszene; Frau in ungarischer Tracht tanzt mit einem Bär, kommunistische Symbolik (Hammer und Sichel), russisch anmutendes Gebäude, BlumenstraussDie in Zunzgen geborene Autorin und Mundartdichterin Helene Bossert (1907-1999) unternahm 1953 mit der Basler Frauenvereinigung für Frieden und Fortschritt eine Studienreise in die Sowjetunion. Darauf machte man ihr im Baselbiet politische Probleme und diskreditierte sie öffentlich. Sie wurde vom Radio-Studio Basel entlassen und von der Politischen Polizei überwacht. Der spätere Regierungsrat Paul Manz interpellierte 1954 erfolglos im Landrat und konnte ihre Wiedereinstellung beim Radio nicht erwirken. Bossert wurde erst 1970 rehabilitiert.Max Rickenbacher-Hufschmid malte diesen und weitere Fasnachtshelgen ungefähr zwischen 1952 und 1962 als Fasnachtsdekoration für das Restaurant "Linde" in Sissach, das seine Eltern betrieben.
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