Fasnachtshelge "Heute blau und morgen blau"
Archaeology and Museum Baselland

Fasnachtshelge "Heute blau und morgen blau"

Rickenbacher-Hufschmid, Max

CC0 — Public Domain
Archaeology and Museum Baselland

Fasnachtshelge, bemaltes weisses Papier, mit Mundartversen ergänzt. Sujet: "Heute blau und morgen blau"; Hut, Flasche, GesichtDieses Sujet bezieht sich vermutlich auf eine Begebenheit in der «Linde». Die Schwester des Helgenmalers erinnert sich: Ihr Vater, der Lindenwirt, «hatte einen Koch eingestellt. Eines Morgens [etwa zwischen 1955 und 1960] musste ich etwas aus dem Weinkeller holen. Ich traf ihn auf einer Bierkiste sitzend und betrunken an. Vater entliess ihn sofort.» Das zweite Element, die blutende Nase («Schändig schtichlet er und hetzt, bis em e Fuscht uf d'Nase schletzt») konnte sie aber auf kein konkretes Ereignis zurückführen: «Heftige Diskussionen gab es oft, aber ohne Schlägereien.» Der mittels Collage seitenverkehrt eingesetzte Mund ist ein schönes Beispiel für die verschiedenen Techniken, die bei den Helgen auf raffinierte Weise miteinander kombiniert wurden.Max Rickenbacher-Hufschmid malte diesen und weitere Fasnachtshelgen ungefähr zwischen 1952 und 1962 als Fasnachtsdekoration für das Restaurant "Linde" in Sissach, das seine Eltern betrieben.

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