Schuldhess, Jörg Shimon - Laterne, Laterne zum Tibetanischen Totenbuch
Poets and City Museum Liestal

Schuldhess, Jörg Shimon - Laterne, Laterne zum Tibetanischen Totenbuch

Schuldhess, Jörg Shimon

CC0 — Public Domain
Poets and City Museum Liestal

Als Laterne konstruiertes quaderförmiges mit orientalischen Motiven bemaltes Objekt. Grundaufbau Leinwand mit Holzrahmen. Der äussere Rahmen ist aus Bambu mit Füsschen gefertigt. Die Vorder- und die Oberseite sind inwendig mit Zeitungspapier verklebt. Die Rückseite ist mit Papier bedeckt und bemalt. Die Seitenwänden sind mit Rechnungen (des Lihiniya Surf Hotels meist von April 1971) und einer Banknote vor der Bemalung vollgeklebt.Auf der Vorderseite befindet sich ein aufgeklebtes Foto.Später hinzugefügtes Objekt der Ausstellung "VERSUCH, DEN HIMMEL ZU BERÜHREN - LEBENSWEG IN WORT UND BILD" vom 23.1-6.6.2021 im Dichter- und Stadtmuseum Liestal.Der Zeichner, Maler, Grafiker und Schriftsteller Jörg Shimon Schuldhess gehört mit seinen kunstvoll komponierten und kolorierten Werken, seinem politischen Engagement und seinem kompromisslosen Leben zu den bedeutendsten und unverwechselbarsten Kunstschaffenden der Region. Der als Jörg Anton Schulthess in Basel geborene Künstler lebte von 1983 bis 1988 mit seiner Familie in Liestal.1971 April reist Schulthess nach Sri Lanka. Im freundschaftlichen Kontakt mit Mönchen vertieft er sich in den Buddhismus. Der Bürgerkrieg bricht aus und zwingt ihn zur vorzeitigen Abreise. Diese Erlebnisse verdichten sich zur Bildserie der “Schwarzen Buddhas von Bombay”. Im Oktober desselben Jahres reist Schuldhess nach Ostafrika. Das vorgefundene Elend versteht er als Folge des europäischen Kolonialismus. Als Europäer fühlt er sich mitschuldig. Er ändert von da an seinen Namen zu Schuldhess.

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