Willibald Pirckheimer
Bamberg State Library

Willibald Pirckheimer

Unknown artist

CC0 — Public Domain
Bamberg State Library

Dürer schuf den Kupferstich seines Freundes und Partners in verschiedenen kaiserlichen Aufträgen nach dessen Rückzug von seinen öffentlichen Ämtern. Im Allgemeinen gilt das wenig zuvor von Friedrich dem Weisen, Kurfürst von Sachsen, entstandene Porträt (vgl. I D 39 der Staatsbibliothek Bamberg) als Vorbild (vgl. Schoch I.237). Wie den Adeligen zeigt der Künstler auch den Humanisten als zur Seite gewandtes Brustbild im Pelzrock, der Blick schweift gedankenverloren in die Ferne, wobei sich in den Augen die Fensterkreuze spiegeln. Unterhalb Pirckheimers schließt eine fiktive Steintafel das Bildnis ab, in der eine Inschrift über den Dargestellten, die Entstehungszeit und den Künstler informiert. Heller schreibt 1827, dass aufgestochene Abzüge an der "dicken und unreinen Schrift" zu erkennen seien und die Platte noch 1598 existiert haben soll (vgl. Heller Dürer 1827 II.531.1076). Die rege Rezeption des Bildnisses ist als Ausdruck künstlerischer Wertschätzung zu verstehen.

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