Garn- und Tuchbleiche
LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Garn- und Tuchbleiche

Schellack, Gustav (Fotograf/in)

CC0 — Public Domain
LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Kontext: Der Stoff wird immer wieder gleichmäßig bewässert, so dass er nicht trocknet. Die Bahnen dürfen während des Bleichens nie ganz trocken werden, da sie sonst Flecken bekommen. Durch die gleichzeitige Einwirkung des Sonnenlichts entstehen Wasserstoffperoxid und Ozon, welche die Farbbestandteile des Gewebes durch Oxidation zerstören. So stellt sich allmählich die bleichende Wirkung ein. Immer wieder wird der Stoff zwischendurch gewendet. So können Sonne, Wasser und Luft von beiden Seiten gleichmäßig einwirken. Zum Bleichen wurden Garn und Tuch vorher in einer Lauge aus Holzasche eingeweicht ("Bauchen"). Für die Filmarbeiten helfen die Männer beim Bleichen, normalerweise war dies reine Frauenarbeit. Die Aufnahme entstand während der Dreharbeiten für den Film "Bäuerliche Leinenweberei", Amt für Rheinische Landeskunde, Bonn 1978/79. Dickenschied 1979.

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