
Matthias Wundes auf Ohlig (1640 - 1700) (Schmied)
Gefäß: Abgeflachter Kopf, Knauf queronal, in Eisen geschnitten mit symmetrischem Rankenmotiv (hilt 111 n. Norman, Datierung etwa 1640–1660). Auf Quart- und Terzseite jeweils eine ovale Kartusche mit frontalem Männerkopf, spitzbärtig und langhaarig gelockt in kräftigem Relief, vielleicht als Portrait Charles I zu deuten? Griffbügel und Parierstangen ebenfalls in Eisen geschnitten, letztere gespalten, sich in jeweils zwei Enden verzweigend, diese abgeschlossen mit Ellipsoiden. Ein Ellipsoid auch in der Mitte des Griffbügels. Hilze und Türkenzopf –einer abhanden- aus geflochtenem Eisendraht. Unterhalb des mit Schuppenornamenten versehenen Mitteleisens ein rundes, leicht gewölbtes Stichblatt. Außenseite mit graviertem Schuppenornament, dieses ornamental durchbrochen. England. Klinge: Auf der Klinge beiderseits im oberen Drittel eingelegte Messingbänder, auf der Klingenstärke parallellaufend jeweils zwei, dann fortlaufend eines, darauf eingeschlagene Inschriften: quartseitig „HIE IST DAS SCHWIRT WO IST DER SCHILT DEN RECHTEN HAVBTMANN SETZ VORAN DEN DV ZVM STREIT GEBRAUCHEN WILT“, terzseitig „DER DIR ZVM SIEG VERHELFEN KANN DER SCHILT VND FHVRER DEINER HAND“. Am Ende der letzten Zeile jeweils in Messing eingelegte Marke mit undeutlichem Motiv, vielleicht Baum mit Schlange? Solingen. Mathias Wundes, 17. Jh..
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