Lambert de Hondt d. J.
Die sogenannte Kriegskunsttapisserie zeigt eine "Faschinade", die Herstellung von Schanzen: Im Vordergrund links hält ein Mann Äste bereit, während zwei andrere mit einem Beil Zweige abhacken. Rechts bindet ein Mann eine Faschine (Rutenbündel) zusammen. Hinter ihm stehen zwei gesattelte Pferde in Ruhestellung. Vor dem Gehölz am rechten Bildrand, aus dem die Soldaten die Äste schlagen, steht eine Gruppe von fünf Pferden, davor zwei Männer, der eine beim Zurichten der Äste, der andere beim Bündeln derselben. Im Mittelgrund befinden sich weitere Figuren bei denselben Arbeiten. In einiger Entfernung kommen von links Reiter angesprengt. In dem blauen Flussband sind zwei bis zur Mitte des Wasserlaufs vorgetriebene Dämme zu erkennen. Jenseits des Flusses, am Horizont, ist eine Stadt zu sehen. Auf der Ebene zwischen Fluss und Stadt zeigen Pulverdämpfe eine kriegerische Bewegung durch herannahende Truppen an. Auf der Bordüre die Inschrift "FASCHINADE". Links ein Soldat mit Muskete, rechts ein Soldat, der seinen Degen zieht.
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