Christus in der Vorhölle
Bamberg State Library

Christus in der Vorhölle

Unknown artist

CC0 — Public Domain
Bamberg State Library

Der Künstler kopierte Dürers um 1509 entworfenen Holzschnitt "Christus in der Vorhölle", Teil seiner erstmals 1511 erschienenen "Kleinen Passion", von der Originalseite. Dabei ist die Orientierung an der Vorlage deutlich erkennbar. Auch der Kopist zeigt Christus, der sich nach dem Kreuztod in die Vorhölle begibt, um die Seelen der Gerechten zu befreien. Gleich der Vorlage kniet er rechts im Vordergrund vor einem Rundbogen, das zerschlagene Höllentor zu seiner Linken, und ergreift das Handgelenk eines Hilfesuchenden. Während einige bereits Gerettete, darunter die Stammeltern, Johannes der Täufer und Moses, sich hinter ihm zusammendrängen und das Geschehen beobachten, sucht ein monströses Wesen oberhalb mit ausladender Gebärde vergeblich den Zugang zur Hölle zu verteidigen. Christus selbst hält die Siegesfahne in der Hand. Während das Monogramm auf Dürer als den geistigen Schöpfer der Bildidee verweist, fehlen Hinweise auf den eigentlichen Künstler und die Entstehungszeit. Nagler schreibt 1836, dass Heller die Kopien der im ausgehenden 16. und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in mehreren Auflagen in Brüssel erschienenen Passionsfolge eines Unbekannten "nach der Adresse Mommardi die Mommardische nennt" (Nagler Künstler-Lexicon III.538).

🔒
Order museum-quality prints

Sign in to order prints, canvas, and more of this work. Browsing and full-resolution downloads stay free.