Unknown artist
1518 entwarf Dürer den Holzschnitt "Der heilige Sebald in der Nische". Wie zahlreiche seiner Zeitgenossen widmete sich auch Dürer der Darstellung des Nürnberger St. Sebald, dessen Verehrung spätestens mit seiner Heiligsprechung im Jahr 1425 florierte. Sein Grab in der Nürnberger Sebalduskirche wurde zur Pilgerstätte. Dürer zeigt den Heiligen frontal zu den Betrachtern gewandt unter einem Rundbogen. Er trägt Pilgertracht, umschließt mit der linken Hand Pilgerstab und Rosenkranz, während er in der rechten Hand das Modell der Pfarrkirche präsentiert. In Dänemark geboren, mit einer französischen Königstochter verheiratet und nach Nürnberg verschlagen, weisen die Wappen an einer Girlande am oberen Bildrand auf die Stationen seines Lebens. Zwar ist der Holzschnitt datiert, doch fehlen Hinweise auf den Künstler. Heller vermutet in seiner Publikation des Jahres 1827, dass der Druckstock noch existiere. (Vgl. Heller Dürer 1827 II.769.2024)
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