Die Vertreibung der Händler
Bamberg State Library

Die Vertreibung der Händler

Unknown artist

CC0 — Public Domain
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Dürer entwarf um 1508/09 den Holschnitt "Die Vertreibung der Händler", Teil seiner 1511 erstmals verlegten "Kleinen Passion". Der Künstler zeigt ausschnitthaft einen Blick in den Tempel von Jerusalem. Im Zentrum steht Christus, der den Gürtel seines Gewandes gelöst hat und damit weit ausholt, um einen bereits am Boden liegenden Mann zu schlagen. Die Geschwindigkeit der Szene wird zum einen durch das umgestürzte Mobiliar verdeutlicht, zum anderen durch die übrigen Händler, die erschrocken und teils empört die Köpfe umwendend, die Flucht ergreifen. Dabei halten sie ihr in Eile zusammengerafftes Marktgut in den Händen, beispielsweise ein Passah-Lamm. Unscheinbar integrierte der Künstler in der unteren Blattecke einen prall gefüllten Geldsack, neben den im Getümmel einige Münzen gefallen sind, und verweist damit auf die motivische Aussage. Die rege Rezeption des Holzschnitts ist als Ausdruck künstlerischer Wertschätzung zu verstehen.

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