Hiob
Bamberg State Library

Hiob

Unknown artist

CC0 — Public Domain
Bamberg State Library

Der Holzschnitt zeigt Hiob, der auf einem Strohhaufen sitzend verzweifelt seinen Kopf auf seine Hand stützt. Während seine Frau sich gestikulierend zu ihm wendet, steht hinterrücks ein teuflisches Unwesen und geiselt ihn. Hinter dem Figurenpersonal erstreckt sich eine Landschaft in die Ferne. Abzüge mit rückseitigem Text belegen, dass der Holzschnitt als Buchillustration diente. Wie Adam von Bartsch (1757-1821) vor ihnen, nahmen auch Heller und Nagler das Blatt unter der Rubrik "Zweifelhafte Blätter" in ihren Dürer-Publikationen auf. Obgleich sie den weder datierten noch monogrammierten Holzschnitt nicht im Œuvre des Künstlers verankerten, rückten die Kunstgelehrten des 19. Jahrhunderts das Werk in die Nähe des Nürnberger Meisters. Heller spricht 1827 von mehreren Zuständen. Beim dritten, u.a. in der Sammlung des Nürnberger Sammlers Hans Albrecht von Derschau (1755-1824) befindlich, mit dem Heller zeitlebens in regem Briefkontakt stand (vgl. JH.Comm.lit.4 und 5 der Staatsbibliothek Bamberg), sei oben rechts das Zeichen Dürers integriert worden. (Vgl. Heller Dürer 1827 II.749.1963)

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