Joachims Opfer wird vom Hohenpriester zurückgewiesen
Bamberg State Library

Joachims Opfer wird vom Hohenpriester zurückgewiesen

Unknown artist

CC0 — Public Domain
Bamberg State Library

Circa 1504 entwarf Dürer den Holzschnitt "Joachims Opfer wird vom Hohenpriester zurückgewiesen" als Teil seines 1511 mit lateinischen Texten des Chelidonius verlegten "Marienlebens". Die Holzschnittfolge beginnt mit Szenen aus dem Leben der Eltern Mariens. Nach 20 Jahren Ehe noch immer kinderlos, schwören Joachim und Anna bei Erfüllung ihres Kinderwunsches das Kind in den Dienst Gottes zu stellen. Zu den höchsten religiösen Festen reisen sie mit ihrem Anliegen nach Jerusalem. (Vgl. Schoch II.228) Als Joachim bei einer Tempelweihe dem Hohenpriester sein Opfer in Form eines Lammes darbringt, weist dieser es harsch zurück. Dürer zeigt im Inneren des Tempels zahlreiche Menschen um den Opfertisch versammelt, die das Geschehen aufmerksam verfolgen. Hinter Joachim, der sich aufgrund seiner Kinderlosigkeit der Zurückweisung und dem verbalen Angriff aussetzen muss, steht traurig und mit gefalteten Händen seine Frau Anna. Die Kinderlosigkeit des gealterten Ehepaars kontrastiert der Künstler durch die Darstellung eines Vaters, der gemeinsam mit seinem Kind an den Tisch des Hohenpriesters tritt.

🔒
Order museum-quality prints

Sign in to order prints, canvas, and more of this work. Browsing and full-resolution downloads stay free.