Unknown artist
Der Künstler fertigte eine Teilkopie von Dürers 1510 entworfenem Holzschnitt "Christus in der Vorhölle", der 1511 als Teil der "Großen Passion" erschien, von der Gegenseite. Sein Hauptaugenmerk legt er dabei auf Christus, der sich nach dem Kreuztod in die Vorhölle begibt, um die Seelen der Gerechten zu befreien. Er kniet im Zentrum des Blattes und ergreift die Hände eines hilfessuchend neben Johannes dem Täufer Stehenden. Im Hintergrund stehen bereits Befreite und beobachten Christus, der von einem höllischen Wesen attackiert wird. Einen Querverweis, den Heller in seiner Publikation des Jahres 1827 erwähnte (vgl. Heller Dürer 1827 II.546.1133), interpretierte Strauss irrtümlich als Jahreszahl "1536" (vgl. TIB X Kommentar.1001.214 C2). Weder verweist etwas auf Dürer als den geistigen Schöpfer der Bildidee noch sind Hinweise auf den eigentlichen Künstler oder die Entstehungszeit integriert. Aufgrund der nur an zwei Seiten befindlichen Einfassungslinien wirkt das Blatt, als wäre es Teil eines mehrteiligen Abdrucks.
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