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Zschorns wohl auf eine ältere Überlieferung gegründete Zuschreibung an Simon de Vos wurde von Scheibler (vgl. Waldmann Nr. 65) im Vergleich mit dessen Gothaer Gemälde David und Abigail bestätigt, von Stechow hingegen als fraglich erachtet. Wie Klessmann im Vergleich mit anderen Werken des Simon de Vos aus den vierziger Jahren zeigte, kann die alte Zuschreibung als gesichert gelten. Die Verbindung von stillebenhaft ausgebreiteten Lebensmitteln und biblischem Historienbild, das hier allerdings das Küchenstilleben zurückdrängt, ist seit Pieter Aertsens um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Kompositionen verbreitet (vgl. K.P.F. Moxey, Pieter Aertsen, Joachim Beuckelaer, and the Rise of Secular Painting in the Context of the Reformation. New York/London 1977, S. 41 ff., sowie J.A. Emmens, 'Eins aber ist nötig' - Zu Inhalt und Bedeutung von Markt- und Küchenstillleben des 16. Jahrhunderts, in: Album Amicorum J.G. van Gelder. Den Haag 1973, S. 93ff.). - Das beliebte Thema Jesus bei Maria und Martha verbildlicht dabei die Entscheidung zwischen niederen materiellen und höheren spirituellen Dingen, zwischen vita activa und vita contemplativa. - Die Szene folgt Lukas 10, 38-42: Jesus ist in das Haus der Schwestern Maria und Martha aufgenommen worden, das hier durch Säule und Vorhang ausgezeichnet ist. Während Maria - rechts - seinen Worten lauscht, sorgt Martha für das leibliche Wohl. Sie hält einen Bratspieß in der Rechten, darauf Geflügel; neben und vor ihr Hummer, Austern, Fische und allerlei Gemüse. Auf ihre Beschwerde, daß Maria nicht helfe, antwortet Jesus Lukas zufolge, diese habe statt irdischer Mühen sein Wort und damit das gute Teil erwählt . Rechts ein Nebenraum, darin drei Jünger bei Tisch sowie ein Diener. -
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