Michael Neder · 1844
Rinder, Schweine und eine Ziege werden in einen Stall getrieben. Wie zum Gruß hält der Hirtenjunge seinen Stock. Er gilt der Bäuerin, die in der Tür steht, aber in eine andere Richtung blickt. Die einzelnen Bildelemente scheinen nicht verbunden. Mit Ausnahme der beiden Kühe vor der Stalltür zeigt Neder die Herde in strikter Parallelität. Der Eindruck von Räumlichkeit entsteht allein durch Staffelung der Tiere. Die Naivität der Darstellung befremdet und besticht zugleich. Ob gewollt oder aus Unvermögen sei dahingestellt. Jedenfalls verzichtete Neder auf ausgeklügelte Perspektivkonstruktionen und ebenso auf den moralisierenden Zeigefinger, den viele seiner Malerkollegen mit ihren Bildern erhoben.
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