Friedrich Heinrich Füger
Gedankenverloren blickt Josefa Hortensia Füger (1766–1808) von ihrem Buch auf. Die Schauspielerin scheint eine Rolle zu studieren. Welche, das lässt ihr Mann, der Maler Friedrich Heinrich Füger, offen. Er konzentriert sich vor allem auf das Gesicht seiner Frau. Die Krause, das Tuch und der Schal sind aus einem hauchdünnen Stoff, der kaum mehr als angedeutet ist. Das Gleiche gilt für die Bäume und den bewölkten Himmel. Füger war weit gereist, insbesondere nach Rom und Neapel, bevor er sich 1783 endgültig in Wien niederließ. Er wurde zum Vize- und 1795 zum Direktor der Akademie ernannt, die unter seiner Leitung neben jener in Paris zur bedeutendsten in Europa werden sollte.
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