http://data.europeana.eu/agent/59999 · 1907
Wie ein blühender Wandteppich wirkt dieses Gemälde. Es ist ein flimmerndes Geflecht aus leuchtenden Tupfen, in dem das Rot des Mohns als tragende Farbe hervorsticht. Kein Sonnenlicht ist erkennbar und auch kein Schatten, vereinzelt nur Konturen von Bäumen und am hohen Horizont ein grauer Streifen des Himmels. Die Strahlkraft des französischen Impressionismus hat Klimt zu Bildern wie diesem inspiriert. Doch vermittelt seine Mohnwiese statt eines flüchtigen Seherlebnisses genau das Gegenteil – nämlich das Harmonische und ewig Gültige der Natur. Klimt malt das Bild in der Umgebung des oberösterreichischen Attersees, wo er ab 1900 alljährlich seine Sommerfrische verbringt.
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