Gustav Klimt · 1911
Als würden wir selbst unter dem Apfelbaum stehen, so überragt die dichte Baumkrone den Blick auf das alte Bauernhaus im Hintergrund. Gustav Klimt malt dieses Bild während seines Sommeraufenthalts am Attersee im Jahr 1911. Während er die Natur im pointillistischen Stil in zahlreiche Pinselstriche auflöst, beschreibt er das Haus selbst mit klaren Flächen und Konturen. Dabei entsteht trotz der räumlichen Distanz der einzelnen Motive der Eindruck eines zweidimensionalen Flächenmusters. Klimts Freude an der blühenden, fruchtbaren Natur, die sich im größten Teil seiner Landschaften in den Motiven von Obstgärten und Blumenwiesen zeigt, nimmt Züge einer Natursymbolik an, die das Leben in seiner Blüte feiert.
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