Schloss Kammer am Attersee III
Austrian Gallery Belvedere

Schloss Kammer am Attersee III

Gustav Klimt

CC0 — Public Domain
Austrian Gallery Belvedere

„Wohlbehalten angekommen, Operngucker vergessen – brauche notwendig”, meldet Klimt 1915 aus seinem Feriendomizil am Attersee seiner Schwester Hermine. Wozu der Künstler ausgerechnet während der Sommerfrische optische Hilfsmittel benötigt – neben dem Operngucker auch ein Fernrohr –, macht dieses Bild verständlich: Es zeigt die seeseitige Fassade von Schloss Kammer. Klimt bringt sie wohl vom gegenüberliegenden Ufer aus mithilfe eines Teleskops auf die Leinwand. Durch den Zoomeffekt werden die Bäume, der niedrige Vortrakt und das rote Dach des Hauptgebäudes dahinter in eine Ebene projiziert. Das Stück See mit seinen weich verschwimmenden Spiegelungen wird ebenfalls als Teil des so erzeugten Flächenbildes wahrgenommen.

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