Egon Schiele · 1910
1910 beauftragt der renommierte Orthopäde Max Reiner den jungen Maler Egon Schiele, seinen damals fünfjährigen Sohn Herbert zu porträtieren. Der Künstler zeigt diesen vor einer leeren Fläche in einem roten Gewand, das ihn wie ein lockerer Mantel umhüllt. Keinerlei Gegenstände verweisen auf das Kindesalter des Dargestellten. Auffallend sind hingegen die derben Hände, die deutlich älter wirken als der Porträtierte selbst und in Kontrast zum leuchtend-unschuldigen Blick des Knaben stehen. Schiele malt Reinerbub zusammen mit einer Reihe von Bildnissen in ebenfalls quadratischem Format, die er ganz ähnlich aufbaut.
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