Unbewegtes Wasser
Austrian Gallery Belvedere

Unbewegtes Wasser

http://data.europeana.eu/agent/64370 · 1894

CC0 — Public Domain
Austrian Gallery Belvedere

In absoluter Stille liegt ein Weiher. Vereinzelt stehen Bäume am grünen Ufer, doch der Künstler lenkt den Blick nicht auf ihre Kronen, sondern auf das Wasser. Erst in der Spiegelung erkennen wir die Umgebung. Fernand Khnopff strebt dabei nach der Visualisierung einer dem Menschen unerschlossenen Welt. Als Vertreter des Symbolismus nutzt der belgische Künstler Teich und Lichtung dazu, eine tiefer liegende Wirklichkeit sichtbar zu machen. Die Wasseroberfläche wird so zum Gleichnis für die unergründliche Psyche des Menschen: Wie ein Spiegel wirft sie das Bild zurück, doch auf den Grund des Sees zu blicken bleibt unmöglich. Khnopffs Werke sind in den ersten Ausstellungen der Wiener Secession zu sehen. Ihre unterschwelligen Bildbotschaften faszinieren die Gruppe um Gustav Klimt.

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