Die Messe des heiligen Gregor
Bamberg State Library

Die Messe des heiligen Gregor

Unknown artist

CC0 — Public Domain
Bamberg State Library

Der Künstler kopierte Dürers 1511 entworfenen Holzschnitt "Die Messe des heiligen Gregor" von der Gegenseite und verbildlichte damit die bekannte Legende aus dem Leben Papst Gregors des Großen. Obwohl Wierix das Motiv in der Technik des Kupferstichs umsetzte und um lateinische Inschriften ergänzte, ist die Orientierung an der Vorlage deutlich erkennbar. Als bei einer Messe in St. Peter eine Frau an der Eucharistie zweifelt, bittet Gregor um ein Zeichen Gottes, um die Bedenken zu zerstreuen. Wie bei Dürer kniet der heilige Gregor samt zwei Begleitern auf einer Stufe vor dem Altar als der dornenbekrönte Heiland erscheint. Dieser steht in einem geöffneten Sarkophag, präsentiert seine Handwunden und ist umgeben von Instrumenten seines Leidens und anderen Symbolen seiner Leidensgeschichte, z.B. dem Hahn zur Versinnbildlichung des Verrats. Im Hintergrund stehen geistliche Würdenträger und nach oben schließt das Blatt durch den wolkenverhangenen Himmel ab. Während das Dürer-Monogramm an den geistigen Schöpfer der Bildidee erinnert, sind auch die Adressen von dem Kopisten und Verleger in die Darstellung integriert. Mauquoy-Hendrickx listet zwei Zustände: mit der Jahreszahl "1585" und mit der Jahreszahl "1609" (vgl. Mauquoy-Hendrickx II.208.1155).

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