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Ohne Scheu nähern sich die Göttinnen Venus, Athena und Hera dem Hirten Paris. Sie präsentieren ihre Körper; unverwandt blicken sie auf Paris und den Götterboten Hermes. Hermes nimmt es gelassen, verharrt in selbstverliebter Athletenpose. Paris hingegen scheint vor so viel unverblümt zur Schau getragener Weiblichkeit zurückzuschrecken – wie das männliche Publikum um 1900. „Absolut fremd und verständnislos“ stünden die meisten Männer dem Bild gegenüber, schrieb der erste Besitzer des Bildes Alexander Hummel, während es von Frauen aufrichtig bewundert werde. – Selbstsicher zeigt Klinger die Göttinnen, nicht in lasziven Posen. Vor so viel Selbstbewusstsein musste die Männerwelt einfach kapitulieren.
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