Die Seelen am Acheron
Austrian Gallery Belvedere

Die Seelen am Acheron

Adolf Hirémy-Hirschl · 1898

CC0 — Public Domain
Austrian Gallery Belvedere

Die Seelen der Toten haben sich in Menschengestalt am Ufer des Acheron niedergelassen. Begleitet vom Seelenführer Hermes Psychopompos warten sie ruhelos auf die Überfahrt in die Unterwelt. Am Fluss nähert sich bereits der Kahn des Fährmanns Charon. Diese Erzählung aus der griechischen Mythologie zeigt Adolf Hirémy-Hirschl mit emotionaler Intensität. Die realistische Darstellung der nackten, blassen, teils verschleierten Körper basiert auf fotografischen Vorlagen. Sie fördert – trotz pathetischer Inszenierung – die schauerliche Wirkung des Werks. In der Nachfolge von Hans Makart eifert Hirémy-Hirschl dessen pompösen „Sensationsbildern“ nach. Dunkelheit, Leid und Tod stehen jedoch exemplarisch für den Stil der Schwarzen Romantik, dem sich der Künstler hier verschreibt.

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