Rudolf Wacker · 1932
1922 heiratet der Vorarlberger Maler Rudolf Wacker die aus Goslar stammende, im Kunstgewerbe tätige Ilse Moebius. In den folgenden Jahren entstehen mehrere Bilder mit Motiven aus dem deutschen Städtchen. Hier zeigt Wacker einen Blick in die Altstadt. Eine hölzerne Brücke über den Fluss Abzucht führt in einen menschenleeren Hinterhof. Abweisend und verschlossen wirken die Häuser mit ihren mehrheitlich fensterlosen Fassaden und ineinander verschachtelten Dächern. Das ganz in dunklen Tönen gehaltene Haus am linken Bildrand bildet einen Gegenpol zu den helleren Farben in der rechten Bildhälfte. Als „Anwalt der unbeachteten, bescheidenen Dinge“ hat sich Wacker, ein wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit, selbst einmal bezeichnet.
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