http://data.europeana.eu/agent/148770 · 1876
„Es ist eine wahre Götterlust auf so großer Leinwand herumschmieren zu können, ich werde mich befließen nichts kleines mehr zu malen“, schreibt Hans Makart Mitte der 1860er-Jahre in einem Brief an seine Mutter. Doch wie bewältigt der Maler ein derartiges Format überhaupt? Eine Vorrichtung im Atelier des Künstlers ermöglicht ihm, die Leinwand in den darunterliegenden Kellerraum abzusenken, um so zu den sonst unzugänglichen Bereichen zu gelangen. In nur drei Wochen malt Makart dieses Bild für die Münchner Kunst- und Kunstgewerbe-Ausstellung 1876. Sein vorangegangener Aufenthalt in Kairo hat ihn wohl zur Niljagd inspiriert, die eine exotisierende Fantasie des alten Ägypten zeigt. Wie in zahlreichen Gemälden des Künstlers gilt auch hier sein Interesse einer märchenhaften Vorstellung anstelle der historischen Wirklichkeit.
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