Johann Wolfgang Baumgartner
Es ist ein Ringen zwischen kirchlicher und weltlicher Macht. Auf dem Treppenabsatz zu einer Kirche steht Eudoxia (gest. 404), als Gemahlin des oströmischen Kaisers Arcadius die Repräsentantin des Weltlichen. Sie begehrt Einlass, wird aber abgewiesen, weil sie sich durch Verschwendungssucht den Zorn des kirchlichen Oberhauptes von Konstantinopel Johannes Chrysostomus zugezogen hatte. Die ausgefallene Episode ist auf ein umfangreich illustriertes Buch mit Heiligenviten zurückzuführen, das 1734 in vierter Auflage in Augsburg erschienen ist. Damals war Baumgartner bereits dort ansässig und konnte sich in den Folgejahren als Entwerfer für Druckgrafiken etablieren.
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