Adalbert Stifter · 1839
Das Motiv ist ungewöhnlich, wenn nicht einmalig in der Wiener Malerei um 1840: der Blick in einen Hinterhof, auf fensterlose Feuerwände, Schornsteine und Häuserrückseiten. Stifter ist bis heute vor allem als Schriftsteller bekannt. Doch war er auch Maler, und das eine wäre ohne das andere nicht denkbar. So findet sich in Stifters Erzählung Feldblumen eine Beschreibung, die wie für das Bild gemacht scheint. Von den Fenstern seiner Wohnung aus ließ sich „ein sattsames Stück Himmel erblicken, aber auch Rauchfänge genug und mehrere Dächer, und ein paar Vorstadttürme“, ist darin zu lesen. Die Erzählung erschien erstmals 1841, den Blick aus seinem Zimmer hatte Stifter zwei Jahre zuvor gemalt.
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