http://data.europeana.eu/agent/51728 · 1831
Waldmüller war einer der Ersten, die sich in der Blumenmalerei von den „holländischen“ Vorbildern des 17. und frühen 18. Jahrhundert lösten. Er zeigt nur eine Sorte Blumen, Rosen, von der Knospe bis zum Verblühen, wodurch sein Strauß zum Sinnbild des Lebens wird. Eine erloschene Kerze und abgelegter Schmuck wecken zudem Assoziationen zu Abschied und Tod, die durch das Gebetbuch mit dem Myrtenzweig noch verstärkt werden. Kerzenhalter, Dose und Becher bilden eine eigenständige kleine Gruppe. Sie spiegeln sich gegenseitig, aber auch ihre gemalte „reale“ Umgebung: Die Ecke eines Zimmers mit einem großen, fast wandhohen Kasten ist in unterschiedlichen Brechungen zu erkennen.
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