Friedrich Loos
Nicht die Stadt oder ihr Wahrzeichen, die Festung Hohensalzburg, war Loos’ Motiv, sondern der Mönchsberg, genauer: dessen steil abfallende Felswände. Wie nach dem Schnitt eines Chirurgen ist das Innere des Berges, dessen Aufbau und Geologie, freigelegt. In weite Ferne gerückt dient Salzburgs Silhouette lediglich zur Verortung des Motivs. Mit seinem nahsichtigen Blick auf die Gesteinsformationen hatte Loos sich bewiesen. Doch war er stets auf der Suche nach neuen, gut verkäuflichen Motiven. Diese fand er auf Wanderungen in Österreich, später dann in Rom und Kiel. Das Ergebnis war ein umfangreicher Fundus von Zeichnungen, die er oft erst Jahre nach ihrer Entstehung für seine Gemälde verwendete.
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