Ferdinand Georg Waldmüller
Früher fälschlich als "Motta bei Taormina" bezeichnet. — In den 1840er Jahren begann Waldmüller die Natur im Sonnenlicht zu studieren. Dies war ein Anlass, im Sommer 1844 nach Sizilien zu reisen. Während eines mehrwöchigen Aufenthaltes im Ostteil der Insel malte er die Bergstadt Mola, auch Castelmola genannt, die auf einem Felsmassiv in 550 m Seehöhe über Taormina liegt. Das kleine Bild ist unvollendet geblieben und lässt nur im Ansatz das sommerliche Blau des südlichen Himmels ahnen. Die Gegend aber atmet schwer unter der sengenden Hitze. Das pulsierende Flimmern des Landstriches, die fahle Farbigkeit, die Silhouette der Bergstadt, die von der Ruine des normannischen Kastells bestimmt und wie durch einen Dunstschleier wahrnehmbar ist - vor allem aber das kleine Format weisen darauf hin, dass die Ansicht vor Ort im Freien gemalt wurde. — [Sabine Grabner 8/2009]
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