August Heinrich · 1820
Nicht vor Ort, im Elbsandsteingebirge, malte Heinrich den Uttewalder Grund, sondern wie in seiner Zeit üblich im Atelier auf Grundlage von Zeichnungen, die er auf Wanderungen angefertigt und mit detaillierten Angaben zu den Farben versehen hatte. Der Himmel ist blau und leicht bewölkt. Frühlingshaftes Sonnenlicht bahnt sich seinen Weg durch die steilen Felsformationen, beleuchtet einzelne Partien und weist den Weg aus der Schlucht heraus. Heinrich stammte aus Dresden und war ein Schüler des berühmtesten Malers der deutschen Romantik: Caspar David Friedrich. Doch widmete er sich nicht einer symbolischen Erhöhung der Natur, sondern der möglichst realistischen Wiedergabe des Gesehenen.
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