Josef Danhauser · 1838
Es ist die Fortsetzung eines „Romans in Bildern“. Danhauser hatte ihn zwei Jahre zuvor in seinem Gemälde Der reiche Prasser begonnen. Er, der im noblen Salon einem Bettler nicht einmal die Brotkrumen vom reich gedeckten Tisch gegönnt hatte, sitzt nun selbst bei der Armenspeisung. Ihm gegenüber: sein ehemaliger Diener und der missachtete Bettler. Mürrisch schaut der Prasser auf seinen Hund, der an bessere Zeiten erinnert. Weder die Mönche, die die Suppe verteilen, noch den Bettler, der ihm wohlwollend das eigene Brot hinüberschiebt, würdigt er eines Blickes. Sein Unglück hat der Prasser selbst verschuldet. Der erhobene moralische Zeigefinger ist unübersehbar, doch Mitleid erregen will Danhauser nicht.
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