Hugo Charlemont · 1883
Der aus Mähren stammende Maler Hugo Charlemont studiert an der Wiener Akademie, wo er auch ein Schüler von Hans Makart ist. Die Bildthemen des berühmten Salonmalers der Ringstraßenzeit interessieren ihn jedoch kaum. Charlemont bevorzugt vielmehr Szenen aus dem modernen Handwerks- und Industrieleben. In der vorliegenden Darstellung gibt er einen realistischen Einblick in eine Hammerschmiede, in der am offenen Feuer zum Glühen gebrachte Eisenstücke zurechtgeschlagen werden. Detailliert schildert der Maler die mit Geräten voll behängten Wände und den Fußboden aus gestampftem Lehm. Optisch besonders reizvoll ist das Zusammentreffen unterschiedlicher Lichtquellen, der Glut des Feuers und des Tageslichts, das durch die geöffneten Fenster dringt.
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