Eduard Ritter · 1847
Ein verlottertes Künstlerzimmer: der Musiker krank im Bett, das Waldhorn im Arm, an der Wand über ihm das Bild eines Klaviervirtuosen, das Nachtkästchen voller Medizin, auf einem Schemel stapelweise Noten, dazu eine Geige. Dennoch wird Besuch empfangen, mit leidender Miene, versteht sich. Es dürfte sich um Bewunderer handeln, vielleicht die Eltern des Musikers. Zwei Kinder schauen zu ihnen auf, das Mädchen könnte die Krankenszene nachspielen. Zu wem die Kinder gehören, bleibt offen. Ritter war ein Meister in der Darstellung humoristischer Szenen aus dem Künstlerleben. Seine Vorbilder waren niederländische Gemälde des 17. Jahrhunderts, die er aus der Gemäldegalerie der Wiener Akademie kannte.
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