Oskar Laske · 1923
Ein Schiff bahnt sich den Weg durch die stürmische See. An Deck herrscht ein unglaubliches Gewimmel. Zwischen den Masten sind eine Kirche und ein Prozessionszug zu erkennen. Rundherum wird gefeiert, marschiert, gemordet. Mit einem Wort: Die Welt ist aus den Fugen geraten. Es gibt keine Ordnung und keine Orientierung mehr, womit Laske das Lebensgefühl vieler Menschen nach dem Ersten Weltkrieg und dem Ende der Habsburgermonarchie zum Ausdruck bringt. Als literarische Grundlage diente Sebastian Brants Moralsatire Das Narrenschiff von 1494. Laske „übersetzte“ den historischen Text in seine Zeit und integrierte Persönlichkeiten des Wiener Kulturlebens, darunter Gustav Klimt, Egon Schiele und Helene Funke.
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