Johann Evangelist Scheffer von Leonhardshoff
Wie schlafend liegt Cäcilia auf dem Boden. Zwei Engel schweben über ihr, einer hält einen Palmwedel als Zeichen des Sieges über den Tod. Nur ein kleiner Schnitt im Nacken weist auf das Martyrium hin, das die Heilige im 3. Jahrhundert als Christin in Rom erlitt. Scheffer von Leonhardshoff schloss sich 1815 den Nazarenern an. Den Klassizismus ablehnend, hatten sie die Malerei Raffaels zu ihrem Ideal erhoben. Von Raffael übernahm Scheffer etwa das Prinzip der Dreieckskomposition seiner Figuren. Auffällig sind die Finger von Cäcilias rechter Hand. Sie könnten auf die Dreieinigkeit Gottes hinweisen oder aber auf die Orgel, bei deren Spiel die Märtyrerin als Patronin der Kirchenmusik oft dargestellt wurde.
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