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George Sand wollte das Blumenstillleben immer vor Augen haben. Delacroix hatte es für sie, die bedeutendste französische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts, gemalt. Ob es sich tatsächlich um das erste Blumenbild des Malers handelt, ist ungewiss. Doch wird seine Bedeutung dadurch nicht geringer. Delacroix arbeitete ganz aus der Farbe heraus, scharf umrissene Formen oder Linien fehlen völlig. Was ihn antrieb, war nicht die botanische Genauigkeit. Es war das Spiel der Farben, die er in Kontrast zueinander setzte, sich gegenseitig steigern oder frei entfalten ließ. Damit war Delacroix seiner Zeit weit voraus, und Welten liegen zwischen seinem und den Blumenbildern des Wiener Biedermeier.
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