http://data.europeana.eu/agent/150018 · 1910
Dieses monumentale Werk ist ein eindrucksvolles Beispiel für Corinths provokativen Umgang mit der antiken Götterwelt wie auch mit biblischen Themen. In der Bildmitte posiert eine nackte Venus kokett mit einem leichten Tuch. Ein jugendlicher Geliebter, vermutlich Mars, hält ihr einen glänzenden Schild als Spiegel hin. Zwei Knaben und ein Mädchen – die Kinder von Venus und Mars? – spielen mit Helm und Schwert des Kriegsgottes. In Corinths eigenwilliger Interpretation des Motivs erscheinen die Götterfiguren allzu menschlich, überraschend ernst ist der Gesichtsausdruck der Kinder. Würdelos, wie auf einer Theaterbühne habe Corinth die Gottheiten inszeniert, wirft die zeitgenössische Kritik dem Maler vor.
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