Unknown artist
Der Künstler kopierte Dürers 1510 entworfenen Holzschnitt "Der Tod Mariens", eine Szene aus dem 1511 vollendeten und verlegten "Marienleben" des Nürnberger Meisters, von der Gegenseite. Obwohl er das Motiv, zusätzlich zur Veränderung der Ausrichtung, in die Technik der Radierung übersetzte, ist die Orientierung an der Vorlage deutlich zu erkennen. Auch Hopfer setzte die apokryphe Erzählung vom irdischen Ende der Gottesmutter in Szene. Im Zentrum liegt Maria - den Betrachtern zugewandt - in einem baldachinbekrönten Bett. Die aus allen Erdteilen herbeigerufenen Apostel füllen das Gemach und leisten der Sterbenden betend Beistand. Während ihr Johannes soeben die Sterbekerze überreicht, sprengt Petrus Weihwasser über ihr Haupt. Heller beschreibt drei Zustände der Platte: Zunächst mit dem Zeichen des Kopisten, später ergänzt um die Nummer "38" des Nürnberger Verlegers David Funck, der die Platte im 17. Jahrhundert besaß, nummerierte und Abzüge verbreitete und letztendlich Abzüge der stark bearbeiteten Platte. Der untere Teil samt Monogramm und Funck-Nummer waren abgetrennt und durch eine Anstückung um Text ergänzt. (Vgl. Heller Dürer 1827 II.652.1792)
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